Rekorde der Panzer im zweiten Weltkrieg

Von 1939 bis 1945 wurden von sämtlichen kriegsführenden Nationen ca. 300.000 Panzer und Selbstfahrlafetten gebaut. In dieser Zeit kam es fortwährend zu immer neueren technischen Entwicklungen. Gleichzeitig wurden die Fahrzeuge immer besser gepanzert (also größer und schwerer), bekamen leistungsfähigere Motoren und steigerten regelmäßig ihre Feuerkraft durch den Einsatz immer größerer Kaliber. Grund genug, uns mal ein paar Daten und Fakten anzuschauen.

Allgemeines

Bevor ich auf die Fahrzeuge eingehe, nachfolgend zwei interessante Statistiken zu den Rüstungsgütern und den Gesamtausgaben der beteiligten Länder im Zweiten Weltkrieg.

Produzierte Panzer und Selbstfahrlafetten im Zweiten Weltkrieg nach Ländern

(Daten von statista.com)
Gebaute Einheiten nach Jahr und Nation (Lizenzhiwneis)

Die Wehrmacht verfügte zu Kriegsbeginn 1939 über gerade einmal 700 Panzer und Selbstfahrlafetten. Die Produktion wurde stetig ausgebaut und erreichte ihren Höhepunkt 1944 mit über 18.000 Fahrzeugen. Von 1944 bis 1945 sank diese jedoch drastisch.

Noch höhere Zahlen können die Sowjetunion und die USA aufweisen. Aus den Fabrikhallen der Amerikaner rollten 1943 mehr als 38.000 Fahrzeuge. Die Sowjets hielten ihr Kontingent in den Jahren 1942 bis 1944 stabil bei 24.000 Einheiten pro Jahr.

Gesamtkosten der beteiligten Länder im Zweiten Weltkrieg

An der Grafik gut zu erkennen ist der Anteil für Rüstungsausgaben bei den Amerikanern am höchsten. Die Daten für Russland sind nicht zuverlässig und geschätzt.

Zu den Kosten im Allgemeinen zählen nicht nur die Produktion von Kriegsgütern, sondern auch die Logistik und Verwaltung, Sold der Soldaten, medizinische Versorgung, Reparaturen und Instandhaltung usw.

Wenden wir uns nun den Fahrzeugen zu. Als Anmerkung möchte ich sagen, dass nur Serienfahrzeuge ins Ranking gekommen sind. Bitte wertet diese Auflistung nicht als tausenprozentig korrekt Recherchiert .Auf dieser Internetseite geht es hauptsächlich um Klemmbausteine, weshalb man diesen Artikel als leichte Unterhaltung oder nette Abwechslung ansehen kann.

Der schwerste Panzer im Zweiten Weltkrieg

#1 Jagdtiger

Auf Platz 1 der Jagdtiger mit 71,1 Tonnen. Ruft man sich in Erinnerung, dass ein moderner Kampfpanzer, wie etwa der Leopard 2A5, ein Gesamtgewicht von 62 Tonnen auf die Waage bringt, ist es doch bemerkenswert, dass der ab 1944 in Produktion gegangene Jagdpanzer VI-Jagdtiger ganze 10 Tonnen mehr wog.

#2 Königstiger

Auf Platz 2 der schwersten Panzer des Zweiten Weltkriegs hat es der Panzerkampfwagen VI Aus. B, der Königstiger, geschafft. Durch sein enormes Gewicht von über 69,9 Tonnen war er zwar relativ langsam, konnte nicht jede Brücke passieren und war untermotorisiert, die Panzerung und die Kanone waren jedoch einer der Besten.

#3 Char 2 c

Der einzige Nicht-Deutsche in dieser Auflistung ist der Char 2 c. Der Franzose, der bereits 1922 in Dienst gestellt wurde, wog satte 69 Tonnen. Insgesamt 10 Char 2 wurden produziert, kamen jedoch nie zum Einsatz.

#4 Elefant

Der Ferdinand/Elefant war möglicherweise der erfolgreichste massenproduzierte Jagdpanzer, der während des Krieges eingesetzt wurde. Mit seinen 65 Tonnen Gewicht, war er hervorragend gepanzert und konnte mit seiner 8,8-cm-Kanone etliche Abschüsse verzeichnen.

#5 Tiger

Der berühmteste Panzer des Zweiten Weltkrieges landet auf Platz 5. Der Tiger Panzer mit seinen 57 Tonnen war einer der kampfstärksten Panzer des zweiten Weltkrieges. Die deutsche Propaganda stilisierte den Panzerkampfwagen VI als unverwundbare Wunderwaffe. Ausfälle hatte der schwere Panzer vor allem durch technisches Versagen zu beklagen; mehr als durch Feindeinwirkung.

Die kleinsten Panzer im Zweiten Weltkrieg

#1 T-27

Der kleinste Panzer in unserem Ranking ist der russische T-27 Panzer. Die Idee hinter einem superleichtem Panzer rührte aus den Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg. Der T-27 war als Begleit- und Unterstützungseinheit gedacht. Mit einer Länge von nur 2,60 Meter und einer Masse von 2,7 Tonnen, fehlte allerdings jegliche Substanz, um nur ansatzweise gegen feindliches Feuer geschützt zu sein.

#2 AMR 33 VM

Aus Platz zwei reiht sich der französische AMR 33 VM, mit einer Länge von 3,50 Meter und einem Gewicht von 5 Tonnen, ein. Grundgedanke hinter diesem Gefährt rührten aus der Weiterentwicklung der französischen Kavallerie nach dem Ersten Weltkrieg. Das Pferd hatte eindeutig ausgedient und man suchte nach mechanisierten Alternativen.

#3 T-18

Der nächste Russe in unserem Ranking belegt der T-18, der 1927 erstmals erprobt wurde und den ersten Serienpanzer der Sowjets darstellt. Bis 1941 diente der kleine Tank in Reserveeinheiten der Roten Armee. Mit einer Länge von 3,50 Meter und einem Gewicht von 5,5 Tonnen sichert er sich Platz 3.

#4 AMR 35

Frankreichs AMR 35 steht hier auf Platz 4 mit einer Länge von 3,84 Metern und einer Masse von 6,5 Tonnen. Als Weiterentwicklung des AMR 33, der bei den Besatzungen wegen des engen Kampfraumes und der Lärmbelastung unbeliebt geworden war, sollten Neuerungen 1935 Besserungen bringen. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges war der AMR 35, der als Begleitfahrzeug der Infanterie eingesetzt wurde, gegen die Deutschen Invasoren jedoch völlig ungeeignet.

#5 Panzer I

Bereits 1936 während des spanischen Bürgerkriegs konnte sich der Panzer I mit mehr als 120 Einheiten beweisen. Grundsätzlich war der Panzer I nicht als Kampfpanzer, sondern eher als Ausbildungspanzer, gedacht. Daher rührt auch seine kleine Abmessung. Mit einer Länge von 4,02 Meter und einem Gewicht von 5,4 Tonnen, landet der einzige Deutsche Vertreter in diesem Ranking auf Platz 5.

Schnellster Panzer im Zweiten Weltkrieg

#1 M1 Combat Car

Platz eins bei den flinken Kettenfahrzeugen belegt der Amerikanische M1. Der kleine und leichte Panzer verfügte über einen 7-Zylinder-Stern-Motor mit 250 PS, was eine recht hohe Endgeschwindigkeit von 74 Km/h möglich machte.

#2 M22 Locust

Ein weiterer Amerikaner im Ranking. Der M22 Locust wurde Anfang der 40er als Teil der Luftlandeverbände entwickelt. Zum leichten Lufttransport war er entsprechend leicht und klein. Ein 6-Zylinder-Botermotor mit 162 PS beschleunigte den Ami auf 64 Km/h.

#3 AMR 33 VM

Hier ein Wiederholungstäter bei den Rekorden der Panzer m Zweiten Weltrkieg. Der AMR 33 VM, der bereits unter den kleinsten Panzern gelistet ist, konnte durch seinen Gewichtsvorteil auf 60 Km/h beschleunigen.

#4 M3 Stuart

Der ab 1941 in Serie produzierte M3 Stuart hatte bereits zu dieser Zeit eine vergleichsweise dünne Panzerung und schwache Bewaffnung. Der einzige Vorteil dieses leichten Panzers lag in der recht hohen Endgeschwindigkeit in Höhe von 58 Km/h

#5 T-34

Als die ersten russischen T-34 gegen deutsche Einheiten 1941 antraten, zeigte sich seine Vorteile. Der sowjetische Panzer war schneller, wendiger und besser gepanzert. Ganze 55 Km/h brachte der Sowjet auf die Ketten.

Panzer mit dem größten Kaliber im Zweiten Weltkrieg

# 1 Mörser Karl

Zwar kein Panzer im eigentlichen Sinne, bewegte sich das Gerät 040 jedoch auf einer Selbstfahrlafette. Deshalb ist eine Zulassung in diesem Ranking erlaubt. Insgesamt kam es bei dem ab 1940 eingesetzten Mörser nur zu wenigen Einsätzen, denn die Granaten hatten eine hohe Streuung und waren auch sehr langsam. Nichts desto trotz ist ein Kaliber von 60 cm  die absolute Nummer eins hier in dem Ranking.

#2 Sturmtiger

Hauptmerkmal des Sturmtigers war der 38-cm-Mörser, der eigentlich für den Einsatz auf U-Booten gedacht war. Insgesamt wurden nur 18 Einheiten gebaut.

#3 KW-2

Ganze 15,2 cm Durchmesser hat die Kanone des KW-2. Trotz der beeindruckenden Daten, wie dem Gewicht von 57 Tonnen und bis zu 110 mm Panzerung, war der russische Panzer nicht erfolgreich. Grund dafür war die niedrige Feuergeschwindigkeit, die langsame Turmschwenkmechanik. Daher musterten die Sowjets das Ungetüm bereits ein Jahr nach Indienststellung 1941 wieder aus.

#4 StulG 33

Entwickelt aufgrund der Notwendigkeit, bei einem schellen Vorstoß nicht auf Artillerieunterstützung verzichten zu müssen, entwickelte Alkett in Deutschland ein Fahrzeug mit einem 15-cm-Infanteriegeschütz. Aus den Erkenntnissen des Einsatzes von nur wenigen Exemplaren, entwickelte man u.a. den Sturmpanzer IV.

#5 Jagdtiger

Ein weiterer Wiederholungstäter auf dieser Seite. Der Jagdtiger, der bereits Platz 1 in der Kategorie “schwerster Panzer” belegt, muss sich hier mit Platz 5 begnügen. Seine beeindruckende 12,8-cm-Kanone gehört zu den größten der Jagdpanzer.

Die am häufigsten produzierten Panzer im Zweiten Weltkrieg

#1 T-34

Mit weitem Vorsprung auf Platz 1 landet der Russische T-34. Nachdem die Rüstungsproduktion spätestens 1942 enorm an fahrt aufnahm, konnten bis 1945 insgesamt 59.828 Einheiten fertiggestellt werden. Obwohl die sowjetische Industrie im Vergleich zu der Deutschen erheblich kleiner war, konnte die Sowjetunion bis Kriegsende mehr Waffen als Deutschland erzeugen. Möglich wurde dies durch Einschränkung auf wenige sehr einfache und kostengünstige Waffentypen.

#2 M4 Sherman

Auch die US Amerikaner begannen mit der Rüstung zwar recht spät, dafür aber umso intensiver. Der M4 Sherman sichert sich mit 49.054 Fahrzeugen den Zweiten Platz der am häufigsten produzierten Panzern im Zweiten Weltkrieg.

#3 T-26

Der zu Kriegsbeginn bereits völlig veraltete T-26, stand den Sowjets mit insgesamt 10.300 Einheiten zur Verfügung. Eingesetzt wurde der Russe vor allem an Aufklärungsmissionen oder als Infanterieunterstützung.

#4 StuG III

Der am häufigsten produzierte Panzer der Deutschen war das Sturmgeschütz III. Die vorteilhafte niedrige Bauform sowie die starke Frontpanzerung in Verbindung mit der hohen Durchschlagskraft der Kanone stellte eine effektive Anti-Panzer-Waffe dar und wurde insgesamt 9.040 mal gebaut.

#5 Valentine

Der letzte Platz in dieser Kategorie geht an den britischen Valentine. In verschiedenen Versionen wurde der zuverlässige Panzer bis zu 8.275 mal gebaut. Nicht nur die Briten, sondern auch die Sowjets setzten den mittelschweren Tank ein.

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