Jagdtiger -Jagdpanzer VI-

1943: Im vorletzten Kriegsjahr unternahm das Heereswaffenamt letzte Anstrengungen, um einen großen Jagdpanzer zu realisieren. Erfahrungen der letzten Kriegsjahre, insbesondere die Konfrontation mit zahlreichen gegnerisch gut gepanzerten Einheiten, brachten nicht nur den Wunsch hervor, gegen feindlichen Feuer besser geschützt zu sein. Man wollte indes auch eine Kanone mit großer Durchschlagskraft.

L x B x H: 10,37 m x 3,59 m x 2,92 m
Gewicht: 70 t
Panzerung: 40 bis 250 mm
Hauptbewaffnung: 12,8-cm-PjK 44 L/55
Sekundärbewaffnung: 1 × 7,92-mm-MG 34
Motor: Maybach HL 230 P 30 515 kW (700 PS)
V-Max: 38 Km/h
Reichweite: 170 Km
Jagdtiger in einem Museum
(Lizenzhinweis)

Die Firma Henschel & Sohn wurde mit der Konstruktion des Fahrgestells beauftragt. Die Krupp-Werke betraute man mit der Fertigstellung der Kanone. Aus Kostengründen diente das Fahrgestell des bereits im Einsatz befindlichen Panzerkampfwagen VI als Basis. Auch der Zwölfzylinder-Ottomotor vom Typ Maybach HL 230 P30 wurde vom Tiger II übernommen.

Beeindruckende Zahlen vom Jagdpanzer VI

Ruft man sich in Erinnerung, dass ein moderner Kampfpanzer, wie etwa der Leopard 2A5, ein Gesamtgewicht von 62 Tonnen auf die Waage bringt, ist es doch bemerkenswert, dass der ab 1944 in Produktion gegangene Jagdpanzer VI-Jagdtiger ganze 10 Tonnen mehr wog.

Mit einer 25 cm Frontpanzerung war es für gegnerische Einheiten praktisch unmöglich durch einen frontalen Treffer das Ungetüm zu bezwingen. Die 12,8 cm Primärwaffe konnte einen M4-Sherman aus drei Kilometern Entfernung aus jedem beliebigen Winkel durchschlagen. In Kombination mit dem eher schwachen Motor, brachte es der Jagdtiger auf eine beachtliche Höchstgeschwindigkeit von 38 km/h.

Schwer, langsam und durstig

Durch das hohe Gewicht war nur eine maximale Reichweite von 170 Km möglich. Das entspricht einem Verbrauch von ca. 500 Liter Benzin auf 100 Km. Der 700 PS Maybach-Motor, der mit dem hohen Gewicht des Tiger II zu kämpfen hatte, wurde mangels Alternativen auch im Jagdtiger eingesetzt, der noch mehr Masse auf die Waage brachte. Was für einen Panzer im Allgemeinen sehr wichtig war, galt ganz besonders für einen Jagdpanzer: Geländegängigkeit. Der Jagdtiger war nur bedingt geländetauglich.

Prestige durch schiere Größe?

So beeindruckend die Zahlen des Jagdtigers –besonders für damalige Verhältnisse- auch sind, die Nachteile überwiegen für ein Fahrzeug, das den Zweck hatte, auf die Jagd zu gehen. Auch wenn man dem Verwendungszweck letztendlich nicht nachkommen konnte, muss die Begegnung mit diesem Monstrum für alliierte Einheiten furchteinflößend gewesen sein. Durch geschichtliche Aufzeichnungen und Berichten von Soldaten/ Verantwortlicher beider Seiten, entstand vielleicht der „Mythos Jagdtiger“.

Bei einer verschwindend geringen Gesamtstückzahl von insgesamt 88 produzierten Einheiten zwischen Februar 1944 und Mai 1945 könnte man dem Jagdtiger auch eher das Zertifikat „Prestige- oder Propaganda-Fahrzeug“ zugestehen.

Der Jagdpanzer VI Jagdtiger aus Klemmbausteinen

COBI-2484A Sd.Kfz.186 Jagdpanzer VI Jagdtiger

jagdtiger cobi

Steine: 555

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Sluban Jagdtiger



Steine: 930
Kundenbewertung: bisher keine
Durchschnittlicher Preis: 45 €

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